Als die Entscheidung des Weltverbands ITF klar war, dass der Jugend Cup mit den Turnieren für die U 18 aufgestockt wird, war die Vorfreude im Organisationskomitee groß – hatten wir doch keine Ahnung, wie viel mehr an Arbeit auf die einzelnen Abteilungen zukommen würde. Es gab in der Tat eine Menge mehr zu tun als in den Vorjahren. Der tägliche Stressfaktor wuchs in dem Maß, in dem sich der nächtliche Schlaf auf ein Minimum reduzierte. Aber nach dem letzten Matchball überwog doch die Freude über das neue Format – ungeachtet aller Ringe unter den Augen.

 

Jeder einzelne Mitarbeiter wuchs über sich hinaus und glänzte mit herausragendem Engagement. Der Mann der Woche war sicherlich unser Ballkinder-Coach Mirko Grieser, der nicht nur im Vorfeld einen Plan zum reibungslosen Ablauf der Siegerehrungen erstellte, sondern mit Hilfe eines A3-Druckers und eines Besenstils auch noch eine große mazedonische Flagge bastelte, weil eine solche für zwei Finals mit mazedonischer Beteiligung nirgendwo kurzfristig zu beschaffen war. Für mich waren diese Siegerehrungen eh’ die emotionalen Höhepunkte der Turnierwoche – zum einen, weil ich kaum einmal Zeit hatte, ein Match zu beobachten und weil ich Siegerehrungen mit Fahnen und Hymnen nun einfach mag.

Auch wenn wir Mitarbeiter vom Turnierbüro nur wenig Live-Tennis sahen, weil wir mit der Vergabe von Trainingsplätzen auf drei Anlagen, der Ausgabe von Trainingsbällen, Ergebnisdokumentation sowie mit der Belegung von knappen Hotelzimmern alle Hände voll zu tun hatten, konnten wir den Spaß und die Freude der Spielerinnen und Spieler fast mit Händen greifen. Alle Aktiven und ihre Betreuer äußerten sich begeistert über den Jugend Cup: Ein solch’ perfekt durchorganisiertes Turnier ist auf der Jugend-Tour so selten wie einhändig geschlagene Rückhände.

 

Ein großes Lob gebührt auch allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich im Verpflegungsbereich engagiert haben. Was vor allem die Catering-Chefs Ralf Scherer und Mirko Sebrek mit ihren Helfern bei 30 Grad Außentemperatur stundenlang im heißen Küchenzelt leisteten, war außergewöhnlich.
Willi Höschele und die Plätze verdienen ebenfalls eine Extra-Würdigung. Vor dem Turnier excellent präpariert, während der Woche vom frühen Morgen bis zum späten Abend im Dauereinsatz, die Spieler haben den guten Zustand der Plätze zu schätzen gewusst.

Die Technik mit dem kompletten Auf- und Abbau, Organisation des Kassenbetriebs, Shuttle-Service, Ballkinder, Physiotherapeuten, Schiedsrichter, Kuchenbäckerinnen und zwei Damen, die das Spülmobil bedient haben und mit charmantem Lächeln und viel Herzlichkeit in der Gastronomie für Sauberkeit gesorgt haben –  zu loben und zu danken gibt es in vielen Bereichen.

 

Außergewöhnlich ist auch das Interesse der Zuschauer. Am finalen Samstag gaben weit mehr als 300 Fans den Endspielen den würdigen Rahmen, den sie verdienen. Die Spielerinnen und Spieler waren entsprechend begeistert: „Ich habe bei einem Jugendturnier noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt“, sagte der ITF Junioren-Sieger Jeffrey von der Schulenburg aus Zürich stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen und die ITF Juniorinnen Siegerin Alexandra Vecic aus Immendingen genoss sichtlich den Gang durch das Ballkinderspalier zur Siegerehrung..

     
Jeffrey von der Schulenburg            Alexandra Vecic

Die Freude der Aktiven ist für uns, die wir uns seit Jahren für den Jugend-Cup engagieren, Ansporn genug, um das Turnier im nächsten Jahr noch einmal zu verbessern.

Ich bedanke mich herzlich bei unserem Pressechef Peter-Michael Zettler, der mich als „Ghostwriter“ bei diesem Artikel maßgeblich unterstützt hat.
Bericht P. Zettler, Eva Rohsmann