Gehörigen Respekt hatten alle, die mit der Organisation des Jugend-Cups betraut sind, vor der Herausforderung, unter Corona Bedingungen ein großes internationales Tennisturnier durchzuziehen.
Die Auflagen waren beachtlich, jeder – ob Spieler, Betreuer, Mitarbeiter oder
Zuschauer –  musste an der Eingangskontrolle vorbei, sich über eine App einchecken und Temperatur messen lassen.
Die direkt am Turnier Beteiligten mussten zudem elektronisch oder analog eine Selbsterklärung abgeben.

Aber alles ging gut. Sogar der Wettergott spielte bis auf eine Ausnahme am Qualifikationswochenende mit.
Gegen Ende der Turnierwoche meinte es Petrus dann aber doch zu gut, was dazu führte, dass das Clubhaus auf Saunatemperaturen aufgeheizt wurde, worunter vor allem Turnierleitung und Pressestelle zu leiden hatten.
Die offiziellen Polo-Shirts klebten am Körper, der Wasserverbrauch stieg gewaltig.
Zu dem alltäglichen Stress wie Missverständnisse bei der Hotelbuchung oder der Erfüllung der absonderlichsten Spielerwünsche trug denn auch die Hitze gewaltig bei.
Da tat es immer wieder gut, wenn Eltern oder Spieler und Spielerinnen hereinschauten, um ihre Begeisterung über die Organisation und die Atmosphäre beim Jugend Cup kundzutun.
Doppelt glücklich war zum Beispiel der Vater des reizenden Neuseeländers Jamie Mackenzie, dass es gelungen war, für die Siegerehrung U 14 eine neuseeländische Flagge aufzutreiben.
 „I don’t see our flag so often“, strahlte er und erzählte, dass die meisten Veranstalter bei solchen Gelegenheiten eine australische Fahne hissen würden.
Dafür, dass die Kiwi-Flagge rechtzeitig vor Ort war, sorgte übrigens der Vater des U16-Finalisten Vincent Vohl, der Stunden vor dem Endspiel U 16 noch schnell beim Fahnenhersteller vorstellig wurde.
Das war eine perfekte Zusammenarbeit von Organisation und Spielern.

Die ebenfalls benötigte und nirgends so schnell aufzutreibende indische Fahne bastelte übrigens unser Fahnen-Mann Mirko Grieser aus neun DIN-A-3-Ausdrucken zusammen.

Es war ein tolles Turnier mit einem internationalen Flair, das wir so an den Finaltagen noch nicht erlebt hatten: Spielerinnen und Spieler aus Argentinien, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Indien, Neuseeland, Polen, Schweden und Tschechien wurden bei den diversen Siegerehrungen gewürdigt.

Dieses Flair, die trotz Corona zahlreich erschienenen Zuschauerinnen und Zuschauer an den Finaltagen und die Begeisterung der Akteure sind für uns Ansporn genug, den Jugend Cup auch in den nächsten Jahren zu veranstalten – auch wenn wir nicht wirklich jünger werden.

Die Bereiche Einlasskontrolle, Shuttle-Service und Catering wurden durch viele ehrenamtliche Clubmitglieder oder Freunde abgedeckt, ohne die eine solche Veranstaltung nicht funktionieren würde. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.
Dafür, dass nebenbei auch Arbeitsstunden abgeleistet und abgerechnet werden können, hätten wir uns durchaus mehr Helfer gewünscht. Die, die dabei waren, haben oft noch einen Dienst zusätzlich gemacht: nach der Arbeit im Cateringzelt noch an der Einlasskontrolle gearbeitet, eine Doppelschicht im Turnierbüro abgeleistet und vieles mehr.

Es war eine schöne Woche, die allen Tennisbegeisterten viel geboten hat.

Vielleicht können wir die Wand mit den erfolgreichen Spielern und Spielerinnen, die früher einmal bei uns gespielt haben, demnächst erweitern. Lassen wir uns überraschen.